Das 1680 bis 1682 erbaute Sommerschloss der Würzburger Fürstbischöfe wurde 1753 durch Balthasar Neumann vergrößert. 1806 bis 1814 war das Schloss in den Sommermonaten von Großherzog Ferdinand von Toskana bewohnt, der in dieser Zeit in Würzburg residierte.
Im Inneren des von 2001 bis 2005 aufwändig restaurierten Schlosses sind neben Stuckaturen von Antonio Bossi die Räume des Großherzogs Ferdinand von Toskana mit ihren seltenen Papiertapeten besonders sehenswert.
Im Schloss ist die außerdem die Ausstellung "Es kommen immer Leit aus Würzburg und Frembde hierher …" zur Geschichte des interner Link Hofgartens Veitshöchheim zu besichtigen.
In der Ausstellung gibt es eine Audioguide-Führung für Kinder (ab Grundschulalter), die als spannendes Hörspiel konzipiert wurde. Die Hauptpersonen darin sind vier liebevoll gestaltete Marionetten, die sich in Schaukästen in den Ausstellungsräumen befinden.
Sie zeigen historische Persönlichkeiten, die für die Gestaltung des Veitshöchheimer Hofgartens von großer Bedeutung waren:
Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim,
den Hofbildhauer Ferdinand Tietz und
den Hofgärtner Johann Anton Oth
sowie dessen Sohn Georg Oth.
Die Stimmen dieser vier Figuren führen die jungen Besucher über zehn verschiedene Stationen durch die Ausstellung und lassen sie so in die Geschichte des Gartens eintauchen und das 18. Jahrhundert erleben. Sie erläutern in leicht verständlicher Sprache wichtige Zusammenhänge und Details zur Geschichte und Gestaltung des Gartens.
Auch über das alltägliche Leben im 18. Jahrhundert ist einiges zu erfahren. So befindet sich Hofgärtner Oth mit einem Korb frisch geernteter Früchte gerade im Gewächshaus und berichtet über seine Erfolge bei der Zucht von exotischen Früchten wie Orangen, Feigen und Ananas.
Hofbildhauer Tietz steht in seiner Werkstatt und schildert den Weg von der ersten Idee bis zur fertigen Gartenskulptur aus Stein.
Leuchtend orangefarbene Ausstellungstafeln und Zahlen zu den Hörstationen markieren die für Kinder interessanten Ausstellungsstücke.
Wer alles ganz genau oder von oben betrachten will, kann auf Hocker steigen und sich die Exponate aus der Nähe anschauen.
Außerdem ist im Erdgeschoss ein interner Link Modell des Hofgartens zu sehen, das den berühmten Rokokogarten in der Blüte seiner Entwicklung gegen Ende des 18. Jahrhunderts zeigt.
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